Ja, wir kommen für unsere Schulworkshops auch in Gemeinden außerhalb Münchens! Am 24. Februar 2025 waren wir in der FOS/BOS in Scheyern, ungefähr auf halbem Weg zwischen München und Ingolstadt. Es war Fasching und wir sahen uns Pumuckl, Pippi Langstrumpf, Prinzessin Lillifee, Donald Trump u.v. anderen “Helden unserer Kindheit” (Thema des Tages) gegenüber, alle unter der ‘strengen Aufsicht’ von der als Göttin der Demokratie verkleideten Lehrerin, zu deren Ausstattung natürlich (siehe Foto) das deutsche Grundgesetz gehört. Ja, auch mit ihnen – und ca. 30 anderen Schülern und Schülerinnen in vielen anderen Kostümen – kann man einen ernsthaften Workshop über Menschenrechte machen! Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland – nämlich da, wo wir andere beleidigen – ging es direkt zu der urgent action für den jungen Ägypter Badr Mohamed, der ohne ein faires Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit den blutigen Demonstrationen auf dem Ramses-Platz in Kairo in 2013 derzeit eine fünfjährige Haftstrafe in einem unmenschlichen Gefängnis außerhalb der Hauptstadt verbüßt und dessen sofortige Freilassung AI fordert. In der zu jedem Schulworkshop dazugehörenden Präsentation über die Arbeit von AI stellten wir auch die aktuellsten Forderungen von AI zum Israel-Gaza-Konflikt vor. Auch in Scheyern kam die Übung “Ein Schritt nach vorn” gut an: Aus den Faschingsrollen ging es in gedachte soziale Rollen (z.B. Tochter des US-Botschafter in der BRD oder Sex-Arbeiterin auf der Straße oder hochbetagt behindert im Pflegeheim), um zu erfühlen, wie es ist bestimmte Rechte nicht zu haben (“Ich kann jede Woche einmal ins Kino oder einmal im Jahr in den Urlaub fahren”, “Ich kann jederzeit zum Arzt, wenn es mir schlecht geht” etc.). Zum Schluss wie immer unser Aufruf bei urgent actions online mitzumachen, denn das Engagement Vieler kann das Schicksal einzelner politischer Gefangener so sehr zum Guten verändern! Danke an die Göttin der Demokratie für die Einladung! Wir kommen gern einmal wieder.