Post für die Strogans – Ein Tag in der Berufsschule

Solidaritätspostkarten

Solidaritätspostkarten

Bild: Berit Krause

Am 16.05.2013 gingen wir, zwei Aktive aus der Gruppe für Menschenrechtsbildung Amnesty München, in die Berufsfachschule für Farbe und Gestaltung. Eingeladen hatte uns -neben weiteren zivilgesellschaftlichen Vertretern-, die Schulleitung zu ihrem Aktionstag im Rahmen des fächerübergreifenden Projektes „Säulen der Grundrechte“. Im Rahmen dieses sich über ein Schuljahr erstreckenden Projektes wurden die 16 Stützsäulen des Schulgebäudes optisch als Träger der Grundrechte umgestaltet. An jeder Säule wird künstlerisch ein Grundrecht dargestellt.
An dem Aktionstag waren wir eingeladen einen Workshop zu leiten, der das Thema Menschenrechte/Grundrechte behandeln sollte. Wir hatten uns im Vorfeld überlegt, den Fall der Familie Strogan aus der Ukraine in den Workshop einzubringen und anhand des Einzelschicksals die Sitation zur Polizeigewalt in der Ukraine und zur Arbeit von Amnesty allgemein darzustellen. Dazu zeigten wir zunächst den Amnesty Film „Police criminality endemic in Ukraine” und stellten dann die Ereignisse der Verhaftung und deren Folgen für Jakov Strogan und seiner Familie dar. Die 12 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ausbidlungszweigen, die durch die Arbeit der Schule zu diesem Thema sensibilisiert waren, stellen viele interessierte Rückfragen und die Betroffenheit über die Geschehnisse und die Mißachtung von grundlegenden Menschenrechten war spürbar. Entsprechende engagiert gestalteten die jungen Menschen in vier Gruppen übergroße Solidaritätspostkarten für Jakov und seine Familie, die ihm zeigen sollen, dass Menschen sich für ihn einsetzen und an seinem Schicksal teilhaben.
Eine grundlegende Arbeitsweise von Amnesty konnte damit direkt vermittelt werden. Die Postkarten sind bereits auf dem Weg in die Ukraine und erreichen Jakov und seine Familie hoffentlich bei guter Gesundheit.